Do-it-yourself: Drohne selber reparieren

Ein Malheur mit der Drohne ist schnell passiert. Kann ich es selber reparieren oder brauche ich eine Reparaturwerkstatt? Unsere Tipps helfen dir weiter.

Vor der Reparatur

Wird ein Garantiefall vermutet, ist das öffnen des Gerätes nicht ratsam, da dann viele Hersteller Garantieleistungen ablehnen. Ob dein Fall Chancen hat, als Garantiefall akzeptiert zu werden, erfährst Du in einschlägigen Foren oder bei uns. Entscheidest du dich für die Selbstreparatur, ist etwas Erfahrung im Umgang mit Elektronik und Grundkenntnisse im Modellbau bzw. beim Aufbau von Drohnen sehr nützlich. Bevor du den Schraubenziehen in die Hand nimmst, ist die Konsultation von spezifischem Schulungsmaterial wie Bedienungs- und Wartungsanleitungen, Foren, Youtube etc. ebenfalls sehr hilfreich. Das passende Werkzeug wie Feinschraubenzieher und Lötkolben sollten vorhanden sein.

Die Fehlersuche kann tricky sein

Als Grundlage aller Reparaturanstrengungen dient eine vernünftige Schadenanalyse. Sind strukturelle Teile beschädigt, ist die Elektronik defekt oder hat sich die Software aufgehängt? Diese Analyse ist für den unbedarften Reparateur meist ein erstes, unüberwindbare Hindernis. Wenn man aber nicht weiss, was geflickt werden muss, wird die Reparatur schnell zu einem Abenteuer mit ungewissem Ausgang.

Drohne öffnen

Wenn nicht gerade ein Softwareproblem vorliegt, muss das Gerät meist aufgemacht werden. Häufig haben Beginner Probleme, die Verschalung ohne Beschädigung zu öffnen: Die Schrauben und Haken sind meist gut versteckt und nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Setzt man zu früh auf rohe Kraft ist die Schale bald dahin. Hat man Erfolg und die Schale ist offen, lauern die nächsten Fallen bei Kabeln und Verbindern, die gerne reissen, wenn man diese übersieht, und das ist schnell passiert.

Wo kriege ich Ersatzteile her

Ersatzteile sind, im Gegensatz zu Verschleißteilen wie Propeller, nicht unbedingt beim Elektronikhändler erhältlich. Es muss zuerst also eine seriöse Quelle gefunden werden. Wir raten von Drittanbietern beziehungsweise kopierten Teilen eher ab, da die Qualität und Passgenauigkeit oft nicht gut ist. Je nach Anbieter werden auch noch happige Gebühren beim Import fällig.

Das Erfolgsrezept

Eine erfolgreiche Drohnen-Reparatur ist also nicht unbedingt ein Sonntagsspaziergang. Wir haben aber ein Punkte zusammengestellt, die dir eine Orientierung geben sollten:

  1. Besitze ich Basiswissen über Elektrik/Elektronik und den Aufbau von Drohnen?
  2. Ist mein Werkzeugkasten fit bzw. habe ich die passenden Werkzeuge für mein Vorhaben?
  3. Habe ich den Fehler eingrenzen können bzw. weiss ich, was ich reparieren muss, und kann ich die benötigten Ersatzteile dafür beschaffen?

Können diese Punkte mit Ja beantwortet kann es losgehen. Falls es dann doch nicht klappt steht die Notaufnahme des Drohnenspital bereit.

Nun wünschen wir Dir viel Glück und guten Flug!

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